Über mich

Zwei Welten. Ein Antrieb. Und die Faszination für das, was uns verbindet.

Hey, ich bin Raphaela!
39 Jahre alt, verheiratet, Mama von zwei zauberhaften Kindern und einer wundervollen Hundedame.

Seit meine Kinder in meinem Leben sind, hat sich mein Blick auf Wahrnehmung noch einmal ganz schön erweitert.

Wie unterschiedlich wir dieselbe Situation erleben, wie viel unsere eigene Geschichte dabei mitmischt und wie schnell wir Verhalten bewerten, ohne die Bedürfnisse dahinter zu verstehen – das erlebe ich im Familienalltag immer wieder aufs Neue.

Und ganz nebenbei halten mir meine Kinder dabei auch regelmäßig den Spiegel vor.

Raphaela Grollius lacht herzlich in die Kamera

Zwei Welten, die auf den ersten Blick nicht zusammengehören

Mein bisheriger Lebensweg war alles andere als geradlinig.

Beruflich komme ich ursprünglich aus einer Welt, in der Zahlen, Fakten, Strukturen und analytisches Denken eine große Rolle spielen.

Später kamen Bewegung, Körperarbeit, Emotionen, mentale Prozesse und die Auseinandersetzung mit unserem inneren Erleben dazu.

Zwei Welten, die auf den ersten Blick nicht unbedingt zusammengehören.

Und doch haben sie für mich einen gemeinsamen Ursprung.

Mein Bedürfnis, zu verstehen. Zusammenhänge zu erkennen. Brücken zu bauen. Klarheit zu gewinnen.

Und mit dem, was ich erkenne, anderen Menschen weiterhelfen zu können.

Das war schon immer einer meiner größten inneren Antreiber.

Ich war schon als Kind nicht gerade bequem.

Ich hatte unglaublich viele Fragen.

Warum ist das so? Warum machen Menschen das? Warum soll etwas richtig oder falsch sein? Und warum muss ich Dinge einfach hinnehmen, die für mich überhaupt keinen Sinn ergeben?

Ich wollte verstehen, hinterfragen und mir selbst ein Bild machen können.

Was nicht immer auf Begeisterung gestoßen ist.

Ich konnte ziemlich anstrengend sein. Unbequem. Hartnäckig. Und mit meiner manchmal schonungslosen Ehrlichkeit bin ich ordentlich angeeckt.

Meine Fragen wurden nicht selten als lästig abgetan. Auf vieles bekam ich schlicht keine Antworten.

Heute kann ich dabei auch die andere Seite sehen.

Denn nicht immer steckte dahinter eine bewusste Ablehnung. Manchmal war mein Gegenüber mit meiner Direktheit, meiner Hartnäckigkeit oder der Fülle meiner Fragen schlicht überfordert.

Was für mich Ausdruck von Neugier und dem Wunsch nach Verständnis und Orientierung war, konnte für andere ziemlich herausfordernd sein.

Und genau da wird es spannend: Zwei Menschen können dieselbe Situation völlig unterschiedlich erleben, ohne dass einer von beiden deshalb grundsätzlich falsch sein muss.

Mein Bedürfnis, die Dinge zu verstehen, ist dadurch nicht verschwunden.

Aber die Selbstverständlichkeit, meine Fragen auch stellen zu dürfen, bekam Risse.

Aus „Warum ist das so?“ wurde manchmal auch:

  • „Darf ich das überhaupt fragen?“
  • „Bin ich damit zu viel?“
  • „Ist es falsch, Dinge zu hinterfragen, die für andere selbstverständlich sind?“

Und genau das finde ich rückblickend so faszinierend.

Wie schnell wir aus den Reaktionen anderer nicht nur etwas über unser Verhalten ableiten, sondern auch darüber, wer wir sind und wie wir sein sollten.

Aus „Mein Gegenüber ist gerade mit meinen Fragen überfordert“ kann irgendwann ein „Mit meinen Fragen bin ich zu viel“ werden.

Dabei ist das, was wir aus einer Erfahrung über uns ableiten, nicht zwangsläufig das, was unser Gegenüber beabsichtigt hat.

Und schon gar nicht die einzige Wahrheit über uns.

Verstanden. Eingeordnet. Verarbeitet. Dachte ich zumindest.

Meine Kindheit und mein weiterer Lebensweg haben mich mit Erfahrungen und Herausforderungen konfrontiert, die ihre Spuren hinterlassen haben.

Mein bevorzugter Umgang damit war lange ziemlich eindeutig:

Verstehen. Ordnen. Zusammenhänge erkennen. Worte finden. Darüber sprechen.

Wenn ich erklären konnte, weshalb etwas geschehen war, wenn ich die Hintergründe verstanden und Worte dafür gefunden hatte, dann war das Thema für mich geklärt.

Logisch, oder?

Tja. Fehlalarm!

Denn irgendwann durfte ich feststellen, dass mein Kopf manche Themen längst zu den Akten gelegt hatte, während meine Gefühle und körperlichen Reaktionen offenbar noch nicht ganz mit dieser Entscheidung einverstanden waren.

Ich konnte verstehen, weshalb Menschen so gehandelt hatten, wie sie gehandelt hatten – und trotzdem die damit verbundenen Gefühle in mir tragen.

Ich konnte meine eigenen Muster erkennen und dennoch in bestimmten Situationen auf vertraute Strategien zurückgreifen.

Und ich konnte rational längst wissen, dass eine Situation heute eine andere war als früher, ohne dass sie sich innerlich auch so anfühlte.

Mit zunehmenden Herausforderungen, Verantwortung und körperlichen Signalen wurde mir deutlich, dass mein bisheriger Zugang allein nicht jede Antwort liefern konnte.

Nicht, weil Wissen, Wissenschaft oder Medizin an Bedeutung verloren hätten.

Sondern weil zwischen etwas zu wissen, es zu verstehen und es tatsächlich anders erleben zu können, ein großer Unterschied liegt.

Mein analytischer Blick war dadurch nicht weniger wertvoll geworden.

Er brauchte nur Gesellschaft.

Meine körperbezogenen Ausbildungen hatten meinen Blick auf den Menschen bereits erweitert.

Doch insbesondere die Ausbildung zur MeTiKom® Mentalcoachin eröffnete mir noch einmal einen anderen Zugang zu den Zusammenhängen zwischen Gedanken, Gefühlen, Prägungen und körperlichem Erleben.

Plötzlich begannen sich viele meiner bisherigen Erfahrungen, Erkenntnisse und Interessen auf neue Weise miteinander zu verbinden.

Nicht mehr nur die Frage:

Warum reagiere ich so?

Sondern auch:

Was geschieht dabei eigentlich in mir? Was nehme ich wahr? Welche Erfahrungen beeinflussen mein Erleben? Und wie kann ich lernen, bewusster damit umzugehen?

Das Faszinierende daran war, dass ich mein bisheriges Wissen überhaupt nicht über Bord werfen musste.

Im Gegenteil. Es bekam eine weitere Dimension.

Körperintelligenz, Intuition und innere Orientierung

Mich fasziniert das Zusammenspiel zwischen Gedanken, Gefühlen, körperlichen Reaktionen und Erfahrungen.

Wie ein bestimmter Tonfall plötzlich Anspannung auslösen kann.

Wie wir uns in manchen Situationen augenblicklich klein fühlen, obwohl wir längst erwachsen sind.

Oder wie wir genau wissen, dass wir Nein sagen dürfen – und unser schlechtes Gewissen uns trotzdem zuverlässig Gesellschaft leistet.

Unser Körper verrät uns nicht zwangsläufig die Wahrheit über eine Situation. Aber er kann uns unglaublich viel darüber erzählen, wie wir sie erleben.

Und genau hier liegt für mich ein wertvoller Zugang zu uns selbst.

Denn unsere Erfahrungen prägen nicht nur, was wir denken. Sie beeinflussen auch unsere Wahrnehmung und das, was wir als vertraut, sicher oder bedrohlich empfinden.

Und mittendrin liegt etwas, das für mich eine besondere Bedeutung hat:

Unsere Intuition.

Für mich ist sie weit mehr als ein spontanes Bauchgefühl. Ich empfinde sie als Verbindung zu einer inneren Quelle von Orientierung, Vertrauen und Verbundenheit.

Nur ist dieser Zugang nicht immer so klar, wie wir glauben.

Unsere Erfahrungen, Glaubenssätze und Schutzstrategien beeinflussen, was wir wahrnehmen und für richtig, sicher oder stimmig halten.

Nicht alles, was sich vertraut anfühlt, tut uns gut. Und nicht alles, was sich unsicher anfühlt, ist tatsächlich eine Gefahr.

Wenn wir beginnen, diese Zusammenhänge zu verstehen, verändert sich nicht nur unser Blick auf andere Menschen.

Es verändert sich auch unsere Beziehung zu uns selbst.

Wir lernen, unserer Wahrnehmung Raum zu geben, ohne ihr blind folgen zu müssen. Und wir entwickeln zunehmend Vertrauen darin, unterscheiden, entscheiden und unseren eigenen Weg finden zu können.

Für mich liegt genau dort ein wesentlicher Zugang zu innerer Sicherheit.

Ich stelle mir das Leben wie eine Spirale vor.

Lange habe ich persönliche Entwicklung eher als einen geradlinigen Weg betrachtet.

Wir machen Erfahrungen, beschäftigen uns mit unseren Themen, erkennen Zusammenhänge, lernen daraus und gehen weiter.

Haken dran. Nächstes Kapitel.

Schön wär’s manchmal.

Heute stelle ich mir das Leben viel eher wie eine Spirale vor.

Wir begegnen bestimmten Themen, Herausforderungen und Mustern im Laufe unseres Lebens immer wieder.

Und manchmal merken wir gar nicht, dass wir uns im Grunde noch um dieselbe Erfahrung drehen.

Nur trägt sie diesmal eine andere Maske.

Andere Menschen. Andere Beziehungen. Andere Lebensumstände.

Und trotzdem begegnet uns dieses vertraute Gefühl erneut.

Nicht gesehen zu werden. Nicht zu genügen. Alles allein tragen zu müssen. Sich anpassen zu müssen, um in Verbindung bleiben zu können.

Denn unsere Prägungen und Schutzstrategien beeinflussen nicht nur, wie wir Situationen wahrnehmen, sondern auch, wie wir darauf reagieren und welche Entscheidungen wir daraus ableiten.

So können sich vertraute Dynamiken wiederholen, obwohl sich im Außen längst vieles verändert hat.

Nicht, weil wir uns diese Erfahrungen bewusst aussuchen oder für das Verhalten anderer verantwortlich wären.

Sondern weil wir häufig auf das zurückgreifen, was wir kennen – selbst dann, wenn es uns längst nicht mehr guttut.

Und genau hier liegt für mich die eigentliche Chance der Spirale.

Es ist das eine, zu erkennen, dass sich ein Thema wiederholt.

Es ist etwas anderes, die Zusammenhänge dahinter wirklich zu verstehen.

  • Welche Überzeugungen beeinflussen meine Wahrnehmung?
  • Welche Schutzstrategien werden aktiviert?
  • Welche Seiten von mir habe ich bisher nicht zugelassen?
  • Und welche anderen Möglichkeiten stehen mir heute zur Verfügung?

Wenn wir beginnen, diese Ebenen miteinander zu verbinden, verändert sich unser Blick.

Was wir früher ausschließlich als Verletzung erlebt haben, können wir in einem größeren Zusammenhang betrachten.

Was uns einmal wie eine persönliche Schwäche vorkam, erkennen wir als Strategie, die irgendwann eine wichtige Funktion erfüllt hat.

Und wo wir früher nur das Verhalten eines anderen Menschen gesehen haben, erkennen wir zunehmend auch dessen Erfahrungen, Bedürfnisse und Grenzen.

Nicht, weil dadurch plötzlich alles richtig wird. Sondern weil unser Blick größer wird.

Und aus diesem erweiterten Verständnis können neue Entscheidungen und Erfahrungen entstehen.

Vielleicht begegnet uns ein vertrautes Thema erneut.

Aber diesmal erkennen wir früher, was in uns geschieht.

Wir können anders reagieren. Eine Grenze setzen. Unterstützung annehmen. Eine bislang abgelehnte Seite von uns zulassen.

Und genau dann kann aus einer weiteren Wiederholung ein nächster Entwicklungsschritt werden.

Nicht, weil das Leben uns irgendwann keine Herausforderungen mehr stellt.

Sondern weil wir lernen, ihnen mit einem umfassenderen Verständnis für uns selbst und unsere Möglichkeiten zu begegnen.

Für mich ist das persönliche Entwicklung.

Nicht einfach immer weiterzumachen. Sondern immer wieder die Chance zu erkennen, tatsächlich weiterzukommen.

Was das für meine Arbeit bedeutet.

Ich begleite Menschen nicht mit der Vorstellung, dass ich besser weiß, wer sie sind oder wie ihr Leben aussehen sollte.

Ich möchte ihnen helfen, Zusammenhänge zu erkennen, ihre eigenen Reaktionen besser zu verstehen und wieder mehr Zugang zu ihren Möglichkeiten zu finden.

Dabei verbinde ich analytisches Denken mit emotionaler und körperbezogener Wahrnehmung. Wissen mit Intuition. Verständnis mit Eigenverantwortung.

Ich glaube nicht daran, dass wir erst alle vermeintlich unerwünschten Anteile an uns verändern müssen, um richtig zu sein.

Vielmehr dürfen wir lernen, unsere verschiedenen Seiten wieder als Teil von uns zu begreifen.

  • Stärke und Verletzlichkeit.
  • Verstand und Gefühl.
  • Eigenständigkeit und Verbundenheit.

Denn meine größte Faszination gilt heute nicht mehr allein der Frage, warum wir so geworden sind, wie wir sind.

Sondern auch der Frage, was alles möglich wird, wenn wir beginnen, uns selbst in unserer ganzen Vielschichtigkeit zu verstehen.

Und so ist mein ursprünglicher Antrieb geblieben:

Zusammenhänge erkennen. Brücken bauen. Klarheit schaffen.

Nur hat mein Verständnis davon, was Klarheit wirklich bedeutet, auf meinem eigenen Lebensweg immer weitere Dimensionen gewonnen.
Raphaela Grollius sitzt lächelnd auf einem hellen Sofa
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